
Der Garten ist Karins Betätigungsfeld. Wenn ihr so schwer Termine für Workshops abzuringen sind, dann vor allem deshalb, weil sie das physische Wachstum von Pflanzen mindestens genau so wichtig und befriedigend findet wie das seelische Wachstum von Menschen. So hat sie aus der Wildnis, die wir 1987 übernahmen, ein nach wie vor kreativ-chaotisches Ensemble entwickelt.

Die Rosenpracht an der Arkade unseres 250 Jahre alten Bauernhauses gab es schon vor uns, auch die Nußbäume, die Pappeln und Birken, den Wachholder und den wuchernden Holunder. Dazwischen aber gibt es vom frühesten Frühling (der sich ja manchmal schon im Januar hervorwagt) bis in den späten Herbst hinein blühende Nester, die an immer neuen Stellen das Auge erfreuen.

Einhard liebt diesen Garten, besonders seit ihm auch das Rasen mähen entzogen wurde, weil er alles, was grün ist, für Gras hielt. Das machte manche von Karins Arbeiten zunichte. Aber schauen darf er und riechen und hören, auch wenn ihm viele
Einzelheiten verborgen blieben, machte Karin ihn nicht immer wieder darauf aufmerksam.

Besucher, die das erste Mal zu uns kommen, sind immer wieder verzaubert durch die Ruhe und den Seelenfrieden, die ihnen beim Eintreten entgegenkommen.