
Shadow
ist schwarz-weiß gescheckt. Er gehört Karin. Er hat viel von einem
Lusitano mitbekommen und hätte eigentlich ein Wallach sein sollen. Aber er
ist fast ein Wunder der Natur: Als Hermaphrodit geboren, verhielt er sich nach
Lust und Laune mal wie ein Hengst, mal wie ein Stute, selten als Wallach, bis
eine beherzte Tierärztin dem Spuk ein Ende gemacht hat. Nun ist er zahmer
geworden und schlägt sich auch nicht mehr bei jedem Auto seitwärts in
die Büsche. Nun ist das Reiten zwar weniger aufregend, dafür aber genussvoller
geworden.
Letigo gehört Peter, aber Einhard darf ihn reiten, wenn er will. Er ist hellbraun
- eben letigo. In Lateinamerika heißt die Farbe palomino, und das ist auch
der Name seiner Rasse. Peter hat aus dem Galoppfan wieder ein auch von Einhard
reitbares Pferd gemacht. Aber schnell kann er immer noch sein, wenn er soll.
Shadow und er stehen bei Michi und Uwe im Stall am Rand des Wienerwaldes. In die
Wälder und durch die Felder dieser wunderbaren Landschaft tragen sie bereitwillig
ihre Reiter zu deren größtem Vergnügen. Die Pferde halten sich
in ihrem Urteil eher zurück.
Von Pferden kann man viel über Führung lernen. Klare Botschaften
und innerer Friede sind die wichtigsten Voraussetzungen des Reitens. Wenn das
die Führungskräfte wüssten!